Uebersicht

Daten

Bedienoberflaeche

Installation

Quellen

Download

Das hier vorgestellte Programm dient zur Visualisierung der Entwicklung von Sternen. Diese Entwicklung haengt hauptsaechlich von der Startmasse ab. Geringfuegige Unterschiede in dem Verlauf der Entwicklung ergeben sich durch den Metallizitaetsgrad ( Der Anteil aller Elemente ausser Helium und Wasserstoff ). Das Programm erlaubt fuer verschiedene Startmassen ( im linken Bereich des Fensters auszuwaehlen ) und zwei Metallizitaetsgrade ( Z=0.1% und Z=2% ) die Entwicklungspfade animiert darzustellen. Auf der rechten Seite finden sich Schalter, die die Darstellung modifizieren oder ergaenzen. Unterhalb des Diagramms findet man ein videorecorderaehnliche Bedienfläche zur Animationssteuerung. Ganz unten kann der Zeitschritt der Animation, also der Zeitabstand zwischen zwei hintereinander folgenden Bildern, per Schieberegler eingegeben werden. Die Standardeinstellung waehlt einen Stern mit 1 Sonnenmasse. Der Zeitschritt der Animation betraegt in der Anfangseinstellung 1 Million Jahre. Die Animation wird nicht sofort begonnen, sondern muss durch druecken der Abspieltaste gestartet werden. Dann dauert es immer noch einige Sekunden, bis die Sonne ueberhaupt auftaucht. Anschliessend bewegt sie sich im Schneckentempo ueber den Schirm. Das ist bei Sternen so, die sparsam mit ihrem Brennstoffvorrat umgehen. Massereiche Sterne erscheinen schneller und rasen foermlich durch das Diagramm. Dieses Programm animiert mit einem festen Zeitschritt, so dass die unterschiedliche Geschwindigkeit der Entwicklung waehrend der einzelnen Phasen verdeutlicht wird. Will man die Zeit schneller laufen lassen, so kann man den Zeitschritt ueber den grossen Schieberegler ganz unten zwischen 10000 Jahren und 1 Milliarde Jahre variieren. Die Abspielgeschwindigkeit, also wie viele Bilder pro Sekunde von ihrem PC erzeugt werden sollen, ist in dem Feld rechts neben B/sec einzugeben.
Die Idee zu diesem Projekt wurde geboren, als ich einen Vortrag ueber Sternentwicklung vorbereitet habe. Die Sternfreunde des Kreises Offenbach bieten im monatlichen Turnus derartige Vortraege fuer die Oeffentlichkeit in den Raeumen des Heusenstammer Gymnasiums an. Dort steht uebrigens auch eine frisch renovierte Sternwarte ( Siehe auch SUW 9/1999 ) mit einem 6" Wachter-Coude-Refraktor. Es erschien mir dringend notwendig, nicht nur statische Hertzsprung-Russel-Diagramme zu zeigen, sondern auch die Geschwindigkeit in der die einzelnen Phasen ablaufen zu visualisieren, natuerlich unter Nutzung einiger Moeglichkeiten, die einem 2D-Graphik-APIs heute so anbieten. Die erste Huerde war allerdings ueberhaupt an die Daten zu kommen. Die Recherche im Internet foerderte dann den Verweis auf ein Programm namens sclock zu Tage. Das habe ich mir dann runtergeladen und angeschaut. Das ist ein schoenes Programm aus der Turbo-Pascal-Zeit. Im Prinzip erfuellte das alle meine Wuensche. Also: Das Programmierprojekt war gestorben! Nein, nicht ganz. Ich wollte mich doch ein bisschen in JAVA ueben. So habe ich mir dann die Datensaetze, die sclock benutzt, geholt und noch weitere dazu. Jetzt ist das Programm so weit, dass man es zum experimentieren zur Verfügung stellen kann. Man kann damit wirklich spielen und sich die Sternentwicklung vergegenwaertigen. Ich werde hier keine Abhandlung über das Hertzsprung-Russel-Diagramm geben. Einen guten Überblick findet man in fast jedem Astronomie Lehrbuch oder selbst im gedruckten oder elektrischen Lexikon.